KiAP-AG NIEDERSACHSEN Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien
KiAP-AG NIEDERSACHSEN Landesarbeitsgemeinschaftfür Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien

"Jugendamt nimmt 2017 mehr als 61.000 Kinder in Obhut

Bei Gewalt in der Familie oder wenn die Eltern einfach nicht mehr weiter wissen, dann schreitet das Jugendamt ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nahmen die Jugendämter im vergangenen Jahr bundesweit über 61.000 Kinder Obhut."

 

Quelle: http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Jugendamt-nimmt-2017-mehr-als-61.000-Kinder-in-Obhut

 

Verband: «Familien für Bereitschaftspflege sind Mangelware»

Karlsruhe (dpa) - Jugendämter suchen immer wieder Familien, die bereit sind, kurzfristig ein Kind aufzunehmen. Zwar beobachtet der Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien (PFAD) in ländlichen Regionen sogar teils eine größere Bereitschaft als nötig, spontan ein Kind in Not aufzunehmen.
zum Artikel der FAZ

"Ersatzfamilien dringend gesucht" - Artikel im Weser-Kurier 19.03.2015 - Ausschnitt

..."Dass es manchmal schwierig ist, geeignete Pflegefamilien zu finden, hat nach Ansicht von Irm Wills, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Niedersachsen für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien (KIAP Niedersachsen), unterschiedliche Gründe. Das beginne bei der Auswahl der Eltern: Fatale Fehlentscheidungen, wie in Hamburg geschehen, verunglimpften Pflegefamilien pauschal, sagt Wills.

Dabei kümmerten sich die meisten Pflegeeltern aufopfernd um ihre Schützlinge und brauchten dafür gute behördliche Begleitung und Wertschätzung. In der Vergangenheit habe es häufigere Besuche und Unterstützung von erfahrenen Sozialarbeitern oder Sozialarbeiterinnen gegeben. Diese hätten Kinder und Pflegeeltern oft über Jahre betreut. Heute gebe es häufige Wechsel der behördlichen Bezugspersonen.

„Pflegemutter- oder Vater unterbrechen oftmals ihre Berufstätigkeit, obwohl sie nicht wissen, wie lange das Kind in ihrer Familie bleiben wird. Wer will sich schon auf solch unklare Verhältnisse einlassen“, sagt Wills. Die KIAP Niedersachsen fordere deshalb bundeseinheitliche Mindeststandards in der Pflegekinderhilfe mit klaren Perspektiven für die Kinder. „Wie will man zum Beispiel einem traumatisierten oder vorgeburtlich alkoholgeschädigtem Kind Sicherheit und Geborgenheit vermitteln, wenn sein Aufenthalt in der Pflegefamilie am seidenen Faden hängt? Hier ist Kontinuität besonders gefordert“, sagt Wills."... zum ganzen Artikel

Jugendämter leiten immer häufiger Heimerziehung ein

Pressemitteilung Nr. 420 vom 20.11.2017:

WIESBADEN – Für 53 300 Kinder oder Jugendliche in Deutschland haben die Jugendämter im Jahr 2016 eine Erziehung in einem Heim oder in einer anderen betreuten Wohnform eingeleitet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum heutigen Internationalen Tag der Kinderrechte mitteilt, waren das 20 % mehr neue Heimerziehungen als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2014 betrug der Zuwachs sogar 50 %. 

Besonders stark war der Anstieg in der Altersgruppe der männlichen 16- und 17-Jährigen: Hier hat sich die Zahl der begonnenen Heimerziehungen von 7 000 im Jahr 2014 über 14 400 im Jahr 2015 auf 21 600 mehr als verdreifacht. Damit stellten diese Altersjahrgänge mehr als die Hälfte (57 %) aller begonnenen Hilfen für Jungen und junge Männer. Ein Grund für das Plus dürfte die hohe Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge der letzten Jahre sein. 
 

Kinder, die zu ihrem eigenen Schutz oder aufgrund widriger Umstände nicht mehr in der Familie versorgt werden können, haben nach Artikel 20 der UN-Kinderrechtskonvention einen Anspruch auf staatlichen Schutz und Beistand. Dazu zählt auch die Sicherstellung ihrer Betreuung in Heimen oder anderen Wohnformen. Nach Artikel 22 der Konvention gilt dies gleichermaßen für Flüchtlingskinder, die von der Familie getrennt leben. 

Weitere Ergebnisse zur Inanspruchnahme von Heimerziehungen oder anderen Hilfen zur Erziehung und damit auch zur Umsetzung diverser UN-Kinderrechte in Deutschland stehen im Bereich Publikationen zur Verfügung.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/11/PD17_420_225.html;jsessionid=30D12E32604CC1C2ACA9DBE53A4592F7.InternetLive1

 

Teilhabe von behinderten Menschen ist Menschenrecht: Bundesteilhabegesetz jetzt zügig auf den Weg bringen!

Petra Wontorra, die Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, mahnt an, endlich mit einem starken Bundesteilhabegesetz bundesweite Rahmenbedingungen für die verbesserte Teilhabe behinderter Menschen zu schaffen. Die Behindertenbeauftragten aus Bund und Ländern bestärken sie und appellieren wie Wontorra anlässlich des heutigen Koalitionsgipfels, den Entwurf für ein gutes und teilhabeorientiertes Bundesteilhabegesetz zügig auf den Weg zu bringen...

Gastfamilien als differenziertes Angebot der Vollzeitpflege für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Erfordernisse aus der Perspektive der Pflegefamilienverbände

Der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände begrüßt die Idee, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Familien als Orte zur Sozialisation in eine fremde Kultur und Gesellschaft anzubieten. Wir halten den Begriff Gastfamilie für sehr unbestimmt und fordern ein eindeutiges Bekenntnis, dies als eine Hilfe zur Erziehung nach § 33 zu installieren. Eine unmittelbare Ankoppelung an „ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe“, mit dem damit verbundenen Gedanken der finanziellen Entlastung der Kommunen, halten wir für ein falsches Signal.

Der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilien-verbände formuliert POSITIONSPAPIER 2017  - mit Forderungen an Politiker, öffentliche und freie Träger

 

Betreuung von Pflegefamilien
unterscheidet sich bundesweit

Braunschweiger Zeitung 

"Betreutes Flügge werden

 Aus dem Jugendheim in
 die Welt""

 

"Pflegekinder/Adoption in Theorie und Praxis"